Donnerstag, 9. September 2010

gegen Ausländerfeindlichkeiten

Ausländerfeindlichkeiten sind in der deutschen Gesellschaft mittlerweile so etwas wie Alltagstratsch geworden. Es darf aber nicht zum Alltag oder zur Normalität werden, ausländische Mitbürger wie Aussätzige oder Ungeziefer anzusehen. Sie sind genauso Menschen wie jeder noch so deutsche Mann oder Frau. Ich wohne in einem kleinen Dorf, hier wohnen nicht viele „Ausländer“, was ich eigentlich schade finde, da ich die Kulturen anderer Länder mehr als Interessant finde. In der Stadt, in der ich arbeite, hingegen wohnen viele Menschen mit ausländischen Wurzeln. Natürlich fällt es auf, dass es einige mehr sind mit etwas dunkler Haut oder anderem Akzent. Das sie von wo anders herkommen. Aber meine Frage ist dann: Wen stört's?
Erst holen die Deutschen Türken, Griechen und Spanier ins Land, damit sie arbeiten und beim Wiederaufbau Deutschlands helfen und sobald das Land über den Berg ist und wieder wohlhabend ist, braucht sie keiner mehr und sie wollen sie wieder los werden? Dann werden sie als „Scheiss Kanaken“ oder was weiß ich wie beleidigt. Nur weil sie jetzt auf ihre Recht bauen wollen, dass sie hier gearbeitet haben und deswegen auch hier leben wollen. Verständlich.Wirklich verständlich.

Ausländerfeindlichkeiten sind etwas so primitives, dass es fast Menschenunwürdig ist. Man darf keinen Mitmenschen auf diese Art und Weise beleidigen, auch nicht nur hinter vorgehaltener Hand davon sprechen. Es gehört sich nicht Menschen nur nach ihrer Abstammung zu beurteilen und zu zertreten wie ein Käfer. Aber viele haben anscheinend nicht aus den Geschehnissen des zweiten Weltkrieges gelernt. Menschen sind sehr erfinderisch, was Foltergeräte angeht. Und Folter sind auch verbale Beleidigungen. Nicht nur physischer Schmerz.