Dienstag, 20. März 2012

Krankenhäuser ätzen.

Ich glaube jeder stimmt mir zu, wenn ich sage, dass Krankenhäuser einfach grauenhaft sind. Klar kann man froh sein, dass es diese Einrichtungen gibt, aber man ist dafür umso glücklicher, wenn man wieder ganz weit weg davon ist. Vor allem, wenn man eine schnarchende 80 Jährige Frau neben sich im Zimmer liegen hat, die nachts einfach mal das Licht immer wieder an und aus schaltet, eine Nachtschwester, die um 4 Uhr ins Zimmer donnert und sehr geräuschvoll die Tablettendosen verteilt, der Kaffee dünn ist, man schon vor dem Frühstück eine Spritze in den Bauch gerammt bekommt, der Stationsarzt genauso gut Metzger sein könnte und das Essen jedes Mal gleich schmeckt - nämlich gar nicht. Eigentlich hatte ich in den vier Tagen die ich da war eher das Gefühl, dass es mir immer schlechter geht als besser. War vielleicht auch wirklich so, immerhin hatte ich vorher kein Knie, das zur Größe eines Medizinballs angeschwollen war und mein Kreislauf hatte bis vor der OP einen relativ stabilen Eindruck gemacht hat, aber okay. Das Schlimme bei der ganzen Sache ist dann allerdings, dass man, selbst wenn man nach Hause kommt und wieder auf seiner schönen, gewohnten Couch sitzt, immer noch diesen ekelhaften Krankenhausgeruch an sich hat. Aber nicht nur man selbst riecht nach Krankenhaus, sondern auch der Koffer, die Bücher, die Zeitschriften, die Klamotten - am liebsten würde man mit dem ganzen Kram in die Badewanne springen, um diesen penetranten (ich nenne es jetzt mal beim Wort) Gestank los zu werden. Fazit: Nicht krank werden!