Sonntag, 27. November 2011

ein wundervoller Tag in Hannover

26.11.2011 – das wird einer der Tage sein, den ich noch lange und gerne in Erinnerung behalten und an den ich mich immer mit einem Lächeln erinnern werde.

Morgens um 7:34 Uhr bin ich in meinem kleinen hübschen Kuhdörfchen in den Zug gestiegen und los gefahren, mit dem großen Ziel Hannover. Nachdem ich die erste kleine Strecke hinter mir hatte, hatte ich 41 ätzende Minuten Aufenthalt in einer verschlafenen Kleinstadt. Also machte ich mich auf dem Weg zum Supermarkt, versorgte mich dort mit Trinken und Mitbringseln, weiter zum Bäcker um Latte Macchiatto zum wach werden und Schokobrötchen für die Zugfahrt zu holen und dann zurück zum Bahnhof, um dort direkt in den schon bereit gestelten Zug zu steigen, der mich zum nächsten Zwischenziel bringen sollte: Göttingen. Auf dem Weg dorthin stieg dann mein allerliebster Maxi mit ein. Mit jemandem gemeinsam Zug zu fahren macht viel mehr Spaß. Nach dem wir uns gegenseitig beschenkt haben (er bekam ein „Fresspaket“ und ich eine selbstgemachte Weihnachts CD – danke noch mal :*) redeten wir miteinander, bestaunten die Landschaft (d:) und hatten Spaß. In Bad Sooden-Allendorf wurde unsere Laune mit der Durchsage, dass die Weiterfahrt momentan nicht möglich wäre, da in Eichenberg etwa 80 Personen wegen des Castoren Transports auf den Gleisen seien, etwas gedämpft. Nach dem Schienenersatzverkehr angesagt und um Verständnis gebeten wurde, einige Fahrtgäste den Zug bereits wieder verlassen hatten, ging es nach einer halben Stunde Verzögerung weiter. Der Zug, der uns um 10:08 Uhr von Göttingen nach Hannover bringen sollte, war damit weg und wir hatten einen Aufenthalt von ca. 40 Minuten in Göttingen, um einen späteren Zug zu nehmen. Mit dem Gedanken „Endlich sitzen wir im letzten Zug, jetzt kann nichts mehr schief gehen.“ gings dann weiter nach Hannover. Doch nichts da. Nachdem Maxi und ich uns über den Stadtnamen „Einbeck Salzderhelden“ köstlich amüsiert hatten, wollte dieses Örtchen uns ein bisschen ärgern und schenkte uns eine Signalstörung, die uns weitere 9 Minuten Verspätung mitbrachte. Als wir dann in Hannover ankamen, hab ich richtig vor Aufregung gezittert. Mit dem ausgemachten Treffpunkt Starbucks gingen wir zielstrebig los. Na ja, Maxi ging los – ich war bis dahin noch nie in Hannover.

Doch bevor wir überhaupt aus dem Bahnhofsgebäude rausgehen konnten, wurde Maxi umgesprungen. Janina und Hannah hatten uns schneller entdeckt, als wir sie. Endlich konnte ich meine Janina in den Arm nehmen! Nach fast zwei Jahren! Und die liebe Hannah natürlich auch. Wir sind gemeinsam zum Starbucks gegangen und während Janina und Hannah sich etwas bestellten (weiß gar nicht mehr wie das Zeug hieß.) sind Maxi und ich durch die ganze Ernst-August-Galerie gelaufen, auf der Suche nach den Toiletten. Nach dem sich 20 Frauen durchs Drehkreuz gedrückt hatten und ich auch irgendwann mal wieder draußen war, liefen wir den ganzen Weg wieder zurück zu den anderen Beiden, die inzwischen ihre Getränke hatten.

Wir liefen über den Weihnachtsmarkt, fanden lustige Dinge in den vielen kleinen Marktbuden, machten Bilder, hielten Händchen, aßen bei Mecces, bekamen die E-Mail Adresse vom Weihnachtsmann, machten uns über die Delle in meinen Haaren lustig, kuschelten, knuddelten und umarmten uns, gaben uns gegenseitig Küsschen, ärgerten Maxi, standen gefühlte 100x an Toiletten an, gingen in Läden, deren Sinn Maxi nie verstehen wird, liefen quer durch die Ernst-August-Galerie, machten uns über Hardstyle Tänzer in komischen Hosen lustig, setzten Janina Weihnachtsbunny-Ohren auf, liefen zwischen einem Haufen Hannover 96 und Hamburger SV-Fans entlang, verbreiteten das Gerücht, dass Janina und Maxi zusammen seien (naja ich hab das gemacht), lachten über riesige Playmobil Männchen, Janina und Maxi sangen Lieder, ärgerten uns gegenseitig via Twitter, machten so viel anderen Mist, den ich gerade gar nicht mehr zusammen bekomme und landeten schließlich noch einmal bei Starbucks, wo Janina mir einen Heiratsantrag machte, ehe Maxi und ich, Janina und Hannah mit Taschentüchern winkend verabschiedeten, als ihr Zug aus dem Bahnhof fuhr. Die Zeit ging viel zu schnell rum, aber es war besser als gar nichts. :) Am liebsten hätte ich Janina einer Dauerumarmung unterzogen, aber ich glaube das hätte Maxi und Hannah nach einer Weile ganz schön gelangweilt.

Es war wundervoll, ein wirklich toller Tag, ich habe schon lange nicht mehr so viel gelacht, und dafür bin ich euch, Janina, Maxi und Hannah, so dankbar. Ich würde sogar jederzeit diese kleineren Zwischenfälle mit Castoren Transporten und Signalstörungen auf mich nehmen, um wieder einen so tollen Tag mit euch drein zu verbringen. Vielleicht klappt es das nächste Mal dann ja auch, dass Vanessa dabei ist. Wäre wirklich wundervoll. :)